Ihr habt es sicher schon gelesen oder gehört, den Krankenkassen in Deutschland geht es schlecht und sie sind völlig überschuldet. Dem sollen Fusionen und Beitragserhöhungen entgegenwirken. Das ganze ist ein komplexes und aufreibendes Thema, daher möchte ich nicht so sehr darauf eingehen, sondern eher auf etwas anderes:

Was können wir unabhängig von der Situation der Krankenkassen tun, um unsere Gesundheit zu erhalten?

Vorbeugen ist besser als heilen, das sollte der gesunde Menschenverstand mühelos erfassen. Trotzdem werden in Deutschland Unsummen an Geld für Medikamente verschwendet. Ja, ich sage verschwendet, ich rede hier nicht von ernsthaft chronisch Kranken, die ihre Medikamente dringend brauchen, sondern von unnötigen Ausgaben wie z.B. auch der Impfung gegen die Schweinegrippe (von der man nichts mehr gehört hat, die Impfdosen wurden nicht gebraucht und die Staaten konnten sie bei den Pharmafirmen nicht zurückgeben!).

Es ist unnötig und wen man ehrlich ist unlogisch, immer nur Symptome zu überdecken und nichts gegen die Ursachen von gesundheitlichen Problemen zu tun. Unsere heutige hochtechisierte Gesellschaft verlangt von uns, dass wir immer funktionieren. Die Schmerztablette gehört schon fast zur Standardausrüstung bei Männern und Frauen. Doch irgendwann kommt die Rechnung, denn wenn man immer nur Symptome behandelt und unterdrückt, kommt früher oder später der Totalkollaps oder eine chronische Erkrankung. Besser wird es jedenfalls nicht.

Besser wäre es, von vorne herein auf eine gesunde Lebensweise zu achten und auftretende Symptome nur im akuten Zustand zu bekämpfen (damit man z.B. schlafen kann, wenn man starke Schemerzen hat) und sich dann sofort daran zu machen, die wahren Ursachen herauszufinden. Eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschlichen Organismus setzt sich immer mehr durch und erweist sich auch als akkurater als die geschlossenen “Schema F-Methoden” die seit vielen Jahren das Gesundheitswesen kennzeichnen. Nicht nur Heilpraktiker, auch immer mehr Ärzte und Krankenschwestern, Hebammen und Pfleger setzen sich mit einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen auseinander und integrieren sie in ihre Arbeit.

Beim Pilates-Training z.B. ist es völlig klar, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Sehr viele Menschen besuchen Pilates-Kurse und wenn sie nach Hause kommen, fallen sie in ihre alten Gewohnheiten zurück und wenden nicht auf das übrige Leben an, was sie im Kurs gelernt haben. Beim kleinsten Wehwehchen wird dann wieder eine Tablette eingeworfen, und es wird zur Tagesordnung übergegangen.

Nur wer seinen Körper kennt, kann auch mit ihm arbeiten und die optimalen Voraussetzungen schaffen, um lange fit und gesund zu bleiben. Dann kann man auch ruhig mal über die Stränge schlagen, auf einer Party etwas tiefer (aber nicht zu tief!) ins Glas schauen und etwas fettiges dazu essen. Man muss sich nicht selbst kasteien und in völliger Absitenz von allem “Ungesunden” leben, denn schon Paracelsus wusste bekanntlich, dass die Dosis das Gift macht. Wer gut auf seinen Körper achtet und sich fit hält, darf sich auch mal eine kleine Sünde gönnen!

Was könnt ihr also konkret tun, um euch ganz persönlich gesünder zu halten und auf einer kollektiven Ebene dazu beizutragen, die Kosten im Gesundheitssektor zu senken?

  • Setzt euch mit dem menschlichen Körper auseinander, lernt etwas über ihn. Leiht euch ein Buch oder recherchiert im Internet über den Bewegungsapperat und wie eure Muskeln funktionieren. Je besser man seinen Körper kennt, desto effktiver und gezielter kann man ihn trainieren.
  • Setzt euch mit der ganzheitlichen Betrachtungsweise des menschlichen Organismus auseinander. Seht euren Körper nicht getrennt von eurem Geist, von euch selbst. Er ist nicht nur ein “Auto” in dem ihr drinnen sitzt und das ihr fahrt, wie ein Gegenstand, den man zwar pflegen und waschen kann, der aber austauschbar ist. Euer Körper ist einzigartig und weit mehr als nur die Hülle für euer Selbst! Lernt, euren Körper zu lieben. Gerade wenn er noch nicht die von euch angestrebte Form hat!
  • Setzt euch mit gesunder, richtiger Ernährung auseinander. Lasst euch richtig durchchecken, auch euer Blut. Nur so könnt ihr herausfinden, welche Bedürfnisse euer Stoffwechsel hat. Viele Tipps und Bücher sind einfach viel zu allgemein abgefasst. Wer ernsthaft und dauerhaft abnehmen oder seine Figur verbessern möchte, muss einen persönlichen Plan haben und darf sich nicht auf allgemeine Regeln verlassen, denn alle Regeln haben Ausnahmen!
  • Bewegt euch regelmäßig und haltet euch fit. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Sport mit Wettkampfgedanke oder Fitness nur für euch, alleine oder in der Gruppe – hauptsache, euer Körper rostet nicht ein. Der Mensch ist darauf ausgelegt, 15km am Tag zu Fuß gehen!
  • Übernehmt Verantwortung für euch und euer Leben. Das stärkt allgemein das Selbstwertgefühl und ihr seid nicht mehr auf Gedeih und Verderb auf “Experten” angewiesen, die euch diktieren, wie ihr euren Körper gesund erhalten sollt. Ihr werdet schnell merken, ob jemand mit euch zusammen Wissen erarbeitet (wie z.B. ein Personal Trainer), oder ob er euch ein vorgefertigtes Schema vorgibt, dem ihr zu folgen habt, damit es möglichst reibungslos (oder finanziell lohnenswert) funktioniert. Wenn ihr merkt, eine Methode ist nicht das Richtige für euch, brecht sie ab! Wenn man ein totes Pferd reitet, soll man absteigen…!
  • Das schließt mit ein, nicht einfach Tabletten einzuwerfen, um wieder einwandfrei im Alltag funktionieren zu können, sondern sich Zeit für sich zu nehmen um herauszufinden, was die Beschwerden überhaupt verursacht. Es hat keinen Sinn, immer auf Abruf seinen gesellschaftlichen Rollen gerecht zu werden und dann gesundheitlich genau daran zu zerbrechen! Lieber fehle ich einmal kurz bei der Arbeit, als dass ich für 4 Wochen in Kur muss…

Ich hoffe, dieser Artikel hat euch ein wenig die Augen geöffnet dafür, dass Gesundheit eine individuelle Angelegenheit ist, bei der man sich nicht auf Krankenkassen und andere Einrichtungen verlassen muss – sondern nur auf sich selbst!

“Wenn das alle machen würden…!” – dann hätten wir weniger Ausgaben im Gesundheitswesen, und wirklich ernsthaft oder chronisch erkrankte Menschen müssten keine Angst haben, sich ihre Medikamente irgendwann nicht mehr leisten zu können. Haltet euch fit und gesund, und ihr tut nicht nur etwas für euch, sondern für alle!